Kunstwerke der Natur

exhibition
Die Kultur-Initiative-Willingshausen e.V. (KIWI) lädt zum Auftakt ihres Ausstellungsprogrammes 2026 zu einem Ausflug in eine unbekannte Höhlenwelt ein.
Mit höchst eindrucksvollen Fotos aus der Kabash-Höhle bei Tirana in Albanien präsentiert der Künstler Renild Firi in der „Neustädter Sieben“ eine der verborgensten Dimensionen der Erde.

Renild Firi ist fasziniert von den Orten, an denen Formen und Stille Geschichten erzählen, die dem gewöhnlichen Blick entgehen. „Ab dem 18. Januar wird nun das KIWI-Domizil im Malerdorf Willingshausen für vier Wochen zur Kabash“, freut sich der KIWI-Vorsitzende Jörg Haafke. Die Ausstellung wird am Sonntag, den 18. Januar, 15.00 Uhr eröffnet und bis zum 15. Februar jeweils samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr gezeigt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Renild Firi stammt aus Tirana (Albanien) und lebt seit 2019 in Ziegenhain. Schon im Alter von sechs Jahren fühlte er sich zu Zeichnungen und künstlerischen Installationen hingezogen und experimentierte mit Ton, Holz und Steinen. Die Kindheit verbrachte er in einer herausfordernden Zeit in Albanien, doch das stärkte seine Vorstellungskraft und Kreativität. Während der Gymnasialzeit Renild Firi Gedichte, Liebesgeschichten, Komödien und Skizzen für jugendliche Drehbücher. Sein Abschlussprojekt aus Skulpturen präsentierte er erfolgreich vor Lehrern und Mitschülern. Im Anschluß nahm er das Studium an der Landwirtschaftlichen Universität Tirana auf und absolvierte später einen professionellen Kurs in Radio- und Fernsehregie.

Die Fotografie trat am 6. Mai 2005 in sein Leben, während einer Bergtour. Fortan konzentrierte er sich auf die Naturfotografie, entdeckte bedeutungsvolle Porträts und Landschaften und nahm an gemeinsamen sowie Einzelausstellungen teil: 2009 im Nationalhistorischen Museum in Tirana, 2010 in Kruja und 2011 in Durrës.

Seitdem arbeitet Renild Firi daran, seinen Stil weiterzuentwickeln, bereichert seine Fotografien mit künstlerischen, ästhetischen und monumentalen Elementen und lädt die Betrachter ein, die Natur und menschliche Emotionen durch seine Bilder zu erleben. In den letzten Jahren hat er sich auf das Studium der Höhlenwände konzentriert. Neben menschlichen Formen hat er eine Serie von Mikrofotografien geschaffen, die die außergewöhnlichen Strukturen von Kalksteinformationen und Wasser zeigen. Durch das Zusammenspiel mit anderen Mineralien entstehen faszinierende Mosaike aus Formen und Farben.

„Die Kabash-Höhle (Shpella e Kabashit) in Albanien, oft auch als Höhle von Ferrica bezeichnet, ist ein bekanntes Höhlensystem in der Nähe von Gramsh in Zentralalbanien, das für seine mysteriöse Tiefe und Schönheit bekannt ist und über Wanderwege erreichbar ist. Sie ist Teil des beeindruckenden Holta-Canyons, der durch den Widerstand gegen ein geplantes Wasserkraftwerk geschützt wurde. Die Höhle ist mit roten Tropfsteinen und einem kalten Canyon verbunden und wird von Abenteurern als faszinierendes Ziel für Erkundungstouren geschätzt“, schreibt „die KI“ auf Google.de am 8. Januar.

Renild Firi ist einer der Abenteurer, die von dieser und anderen Höhlen fasziniert sind. Dabei hat er sich der Aufgabe verschrieben, die einzigartige Wunderwelt in Fotografien festzuhalten und bekannt zu machen. Eine Welt, in die die wenigsten Menschen selbst vordringen werden.

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