Philipp Soldan – Bildhauer der Reformation

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Frankenberg trägt seit 2018 die Bezeichnung „Philipp-Soldan-Stadt“.
Dies erinnert an einen ihrer hervorragendsten Söhne.  

In der Stadt und der Region lebte und arbeitete der um 1500 in Frankenberg geborene Soldan als Steinbildhauer, Holzschnitzer, Formschneider und Maler. Der Bildhauer Soldan hinterließ etliche Werke, die bis heute durch ihre künstlerische Ausstrahlung faszinieren.

Soldan war für die Stadt und das neu gebaute Rathaus (Huckepackfiguren, Ratsherrenbank) genauso tätig wie für die katholische Kirche (Ofenplatte mit Figur des Mainzer Erzbischofs Albrecht von Brandenburg). Als Landgraf Philipp der Großmütige 1527 in seiner Landgrafschaft die Reformation einführte, gestaltete Philipp Soldan die ursprünglich katholische Liebfrauenkirche um (Einbau von Emporen usw.). Sein bekanntestes Werk zur Reformation ist der sogenannte Philippstein im Kloster Haina, der die Auflösung des Klosters und dessen Umwandlung in ein Hospital rechtfertigt.
Über die Biographie Philipp Soldans liegen kaum gesicherte Erkenntnisse vor. Geboren wurde er um 1500 in Frankenberg, gestorben ist er um 1569/70. Eine Ausbildung hat er wohl im Franziskanerkloster Meitersdorf bei Frankenberg erhalten, das von 1494 bis 1525 bestand. Hier gab es eine Bildschnitzer- und eine Malerwerkstatt.
Das Museum im Kloster Frankenberg bewahrt etliche Werke des Künstlers.

Weitere Informationen zum Reformationsjubiläum unter www.synode500.de.

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