Die Kreisstadt Homberg (Efze) gilt als Wiege der Reformation in Hessen: Hier setzte die Homberger Synode im Jahr 1526 entscheidende Impulse für die Einführung der Reformation und die Entwicklung der evangelischen Kirche in Hessen.
Die Kirchen und Sakralbauten der Region erzählen auf ganz unterschiedliche Weise von dieser bewegten Geschichte. Sie sind prägende Bestandteile der Dörfer und Städte, Orte des Glaubens und zugleich wertvolle Zeugnisse regionaler Bau- und Kulturgeschichte. Bei einem Besuch lassen sich Geschichte und Gegenwart, Architektur und gelebte Tradition unmittelbar erleben.
Die Oberurffer Kirche war von jeher eine Filiale der Kirche Niederurff. Die Kirche wurde zwischen 1767 und 1770 erbaut und der Turm ist als Haubendachreiter ausgelegt. Es handelt sich dabei um einen schlichten Saalbau mit einer Orgelempore und zwei Sitz Empore auf den Seiten. 1875 wurde das Kircheninnere fast gänzlich umgestaltet und 1877 eine Orgel eingebaut. Die Turmuhr stammt aus dem Jahr 1897. Beim Trauergeläut zum Tode von Kaiser Wilhelm I. im Jahre 1888 bekam eine der beiden Glocken einen Sprung und wurde erst 1904 durch eine neue Glocke ersetzt. Während der beiden Weltkriege musste jeweils eine der Bronzeglocken zum Einschmelzen abgegeben werden. Als Ersatz wurde 1918 eine Stahlglocke angeschafft. Am 3. September 1952 wurden die beiden heutigen Bronzeglocken feierlich geweiht.
Verbunden mit der märchenhaften Landschaft und den Geschichten rund um das Rotkäppchen wird aus Geschichte, Kultur und Landschaft ein besonderes Erlebnis – mitten im Rotkäppchenland.
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Rotkäppchenland
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