Kunst an der Grenze: "Ferne sucht Nähe"

various sights
monument

Die Buchstaben aus Stahl lassen den Text, der vorwärts wie rückwärts gelesen werden kann, die unmittelbare Umgebung und die ferne Landschaft zu einer Einheit verschmelzen.

Die einzelnen Worte direkt auf der früheren innerdeutschen Grenze lassen sich mit Blick auf das Thüringische Eichsfeld vorwärts und auch rückwärts lesen - und so lädt dieses Kunstwerk des Projekts "Kunst an der Grenze", das hier die unmittelbare Umgebung mit der fernen Landschaft zu einer Einheit verschmelzen lässt, zum Nachdenken ein.

Die verschachtelten Buchstaben muss man sich bei der Betrachtung erst erarbeiten. Der Schriftzug "Ferne sucht Nähe" drückt die Sehnsucht von gewaltsam getrennten Menschen aus, aber auch die eines ganzen Volkes, der Unnatürlichkeit zweier deutscher Staaten ein Ende zu bereiten. "Nähe sucht Ferne" erinnert an die Forderungen eingesperrter Menschen nach Reisefreiheit, einem Motor der 89er Bewegung, die ganze Welt kennenlernen zu dürfen.

Hans Lamb schuf dieses Kunstwerk aus großen Stahlbuchstaben, das hier am Wanderparkplatz der Gemarkung Braunrod oberhalb von Kella steht.

"Kunst an der Grenze" vereint sieben Kunstwerke in der Nähe der früheren innerdeutschen Grenze, die vom ehemaligen Landtagsvizepräsidenten Lothar Quanz zum 25-jährigen Jubiläum von Grenzöffnung und Wiedervereinigung initiiert und als Exterior-Projekt von der ARS NATURA-Stiftung kuratiert wurden.

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Kunst an der Grenze: "Ferne sucht Nähe"
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