Frau-Holle-Teich
Vom Frau-Holle-Teich geht eine tiefe Ruhe aus, starke positive Kraft wird ihm nachgesagt. Der Frau-Holle-Teich liegt in 620 m Höhe in einer Bergsenke auf der Ostseite des Hohen Meißners (an der Landesstraße 3242). Die Brüder Grimm haben den Frau-Holle-Teich einst besucht. Hier gefundene Münzen aus der Zeit des römischen Kaisers Domitian lassen darauf schließen, dass der Frau-Holle-Teich schon vor 2000 Jahren Kultstätte war im heutigen Geo-Naturpark Frau-Holle-Land.on diesem Ort geht eine tiefe Ruhe aus, starke positive Kraft wird ihm nachgesagt. Der Frau-Holle-Teich liegt in 620 m Höhe in einer Bergsenke auf der Ostseite des Hohen Meißners (an der Landesstraße 3242). Die Brüder Grimm haben den Frau-Holle-Teich einst besucht. Hier gefundene Münzen aus der Zeit des römischen Kaisers Domitian lassen darauf schließen, dass der Frau-Holle-Teich schon vor 2000 Jahren Kultstätte war im heutigen Geo-Naturpark Frau-Holle-Land.
Das Wasser des Frau-Holle-Teichs füllt eine Senke am Rand des Hohen Meißners. Seine Entstehung wird oft mit der Bildung eines Kars, der Folge einer Vergletscherung, angesehen. Es ist aber erwiesen, dass die Höhenlage des Meißners während der letzten Eiszeiten für eine Eisbedeckung nicht ausreichte. Durch Rutschungsvorgänge während der Eiszeiten, die auch die Blockmeerbildung am Meißner verursacht haben, kam es zu einer Verebnung innerhalb eines großen Blockmeeres. Große Schneemengen, angereichert zu einem Firnfleck, werden den Bereich vor abrollendem Blockmaterial geschützt haben. Wo heute der Frau-Holle-Teich zu finden ist, haben Feinanteile (Tone) den Untergrund abgedichtet. Das Wasser staut sich auf der Tonschicht.
Unterschiedlichste Angaben sind über die reale Tiefe des Teiches übermittelt; mal soll das Senkblei den Grund nach 65 „Lachter“ noch nicht erreicht haben, mal war er 2,60 Meter und zu einer anderen Zeit 9 Meter tief, der Sage nach aber soll er unendlich tief sein und auf seinem Grund soll Frau Holles silbernes Schloss stehen mit prächtigem Garten voll Blumen, Obst und Gemüse.
Der Frau-Holle-Teich soll der Eingang zu Frau Holles unterirdischem Reich sein. Um den Teich ranken sich Sagen und Geschichten. So sollen die kleinen Kinder aus diesem Teich kommen, und in den zwölf Raunächten soll Frau Holle mit der "Wilden Jagd" die Seelen der Verstorbenen über die Badestube auf der Westseite des Hohen Meißners unter das Wasser des Hollenteiches führen. Werden und Vergehen sind hier vereint.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Teich als "Frau-Hollen-Bad" 1641. Landgraf Hermann (1607-1658) nannte ihn in einer Beschreibung des Niederfürstentums Hessen einen "großen Pfuhl oder See, welcher mehrenteils trübe" und vermerkte, dass alten Berichten nach "ein Speenum in der Gestalt eines Weibsbilds in der Mittagsstunde sich darinnen badend sehen haben lassen solle und hernach wieder verschwunden sei". Diesem Bericht nachempfunden gestaltete Holzkünstler Viktor Donhauser 2004 aus einem Ulmenstamm die 3,15 m hohe Skulptur Frau Holle. Das Kissen wurde als charakteristisches Merkmal der Märchenfigur Frau Holle hinzugefügt.
Im Frühling ist der Frau-Holle-Teich ein beliebter Laichplatz für Kröten, Frösche und verschiedene Molcharten. Der Kamm-Molch ist hier zu Hause und im Bachzugangsbereich findet sich der Alpenstrudelwurm.
Wer Ende April den Teich besucht, sollte gut hinhören. Vermehmen Sie Töne wie ein Glöckchen? Dann hören Sie vielleicht die Geburtshelferkröte, die auch Glockenfrosch genannt wird. Sind Sie aber ein Sonntagskind, dann kann es auch das Glöckchen von Frau Holle sein, das vom unendlich tiefen Grund herauf klingt - wer weiß?
Der Frau-Holle-Teich ist Einzelgeotop des Nationalen Geotops Hoher Meißner.
Good to know
Contact person
Geo-Naturpark Frau-Holle-Land
Author
Geo-Naturpark Frau-Holle-Land
Organization
Geo-Naturpark Frau-Holle-Land
License (master data)
Geo-Naturpark Frau-Holle-Land
Nearby







