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Aufwühlend und geschichtensatt: Übers Bauhaus, den Stararchitekten der DDR, zwei sich emanzipierende Frauen und die Fallen des Systems
Kooperation mit KAZimKUBA und BDA Kassel

Da ist der charismatische, von den Ideen des Bauhauses und der Avantgarde durchdrungene Idealist Hermann Henselmann, der nach dem Krieg zum Chefarchitekten Ost-Berlins aufsteigt und dort in Konkurrenz zu den West-Berlinern um Scharoun & Co. treten soll. Der Berliner Fernsehturm, die Stalinallee, der Leipziger Uniturm sind mit seinem Namen untrennbar verbunden. Der Preis freilich: Ständig muss er lavieren und manchmal auch zu Kreuze kriechen, um wenigstens die Grundlagen seiner modernistischen Ideen vor den stieseligen Vorstellungen der Politführung zu retten. Und da ist vor allem Henselmanns Frau Isi, hochbegabt, die auch als Architektin arbeiten will, aber mit einer auf acht Kinder anwachsenden Familie zu kämpfen hat, ständig die Scherben aufkehren muss, die ihr Mann hinterlässt, und sich zunehmend selbst emanzipiert. Und da ist die Tochter Isa, die sich der erstickenden Manipulation durch den cholerischen Vater entzieht, um ihren dornigen eigenen Weg in ganz anderen Milieus zu gehen. Und dann auch noch die eng verwandte Familie Robert Havemanns, bei dem Kompromisse wenig zählen und der sich der staatlichen Bevormundung komplett verweigert.

Und außerdem in der ganzen Märchenwache:

»Alis Vögel sind noch da, Alis Vögel alle...« gelandet an den Wänden der Märchenwache als signierte und nummerierte Kunstdrucke von Ali Schindehütte, fertig gerahmt und wohlfeil angeboten. In Augenschein zu nehmen an jedem ersten Sonntag des Monats von 15 bis 17 Uhr, am 5. Juli, 2. August, 6. September, 4. Oktober, 1. November und 6. Dezember 2026.

Sonderinformation

Förderverein der Schauenburger Märchenwache e.V., Lange Straße 2 - 34270 Schauenburg-Breitenbach

Autor:in

Naturpark Habichtswald