Der hessische Abenteurer, Bergingenieur und Kinopionier Louis Rosenthal (1846–1921)
Vortrag von Prof. Dr. Nikola Roßbach (Universität Kassel)
Work and travel im 19. Jahrhundert?
Louis Rosenthal aus Niedermeiser, in Kassel zur Schule gegangen, zeigt, dass das möglich war.
Der Vortrag stellt einen spannenden Reisebericht über Südamerika vor, der vor gut 150 Jahren erstmals gedruckt wurde: Diesseits und Jenseits der Cordilleren (1874). In der Reihe „Kasseler Literatur“ ist er aktuell neu erschienen.
Drei Jahre (1866–1869) reiste der Abenteurer Louis Rosenthal durch Südamerika, immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen, Begegnungen und Entdeckungen. Arbeit fand er als Gaucho, Schafhirte, Minenbetreiber, Markscheider, Fotograf, Zeichenlehrer und Schiffsarbeiter. Er kam in engen Kontakt mit europäischen Auswanderern (auch immer wieder mit Hessen) und der indigenen Bevölkerung. Er beobachtete als Zeitzeuge das Eindringen der Technik (Eisenbahn, Telegrafie) in die Wildnis und war hautnah dran an politischen Krisen und Naturkatastrophen.
Wie andere europäische Amerikareisende des 19. Jahrhunderts betrachtete er die neue Welt aus einer kolonialen Perspektive. Zugleich nehmen Offenheit und Eingestehen eigener Vorurteile, Humor und Selbstironie für den Abenteurer ein.
Dass Rosenthal, heimgekehrt nach Kassel, hier einige Braunkohleflöze erschloss und im Druseltal selbst eine Zeche betrieb, sei nur am Rande erwähnt – ebenso, dass er später in Basel den Grundstein für ein familiäres Kinoimperium legte.
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Vortrag von Prof. Dr. Nikola Roßbach (Universität Kassel)
Work and travel im 19. Jahrhundert?
Louis Rosenthal aus Niedermeiser, in Kassel zur Schule gegangen, zeigt, dass das möglich war.
Der Vortrag stellt einen spannenden Reisebericht über Südamerika vor, der vor gut 150 Jahren erstmals gedruckt wurde: Diesseits und Jenseits der Cordilleren (1874). In der Reihe „Kasseler Literatur“ ist er aktuell neu erschienen.
Drei Jahre (1866–1869) reiste der Abenteurer Louis Rosenthal durch Südamerika, immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen, Begegnungen und Entdeckungen. Arbeit fand er als Gaucho, Schafhirte, Minenbetreiber, Markscheider, Fotograf, Zeichenlehrer und Schiffsarbeiter. Er kam in engen Kontakt mit europäischen Auswanderern (auch immer wieder mit Hessen) und der indigenen Bevölkerung. Er beobachtete als Zeitzeuge das Eindringen der Technik (Eisenbahn, Telegrafie) in die Wildnis und war hautnah dran an politischen Krisen und Naturkatastrophen.
Wie andere europäische Amerikareisende des 19. Jahrhunderts betrachtete er die neue Welt aus einer kolonialen Perspektive. Zugleich nehmen Offenheit und Eingestehen eigener Vorurteile, Humor und Selbstironie für den Abenteurer ein.
Dass Rosenthal, heimgekehrt nach Kassel, hier einige Braunkohleflöze erschloss und im Druseltal selbst eine Zeche betrieb, sei nur am Rande erwähnt – ebenso, dass er später in Basel den Grundstein für ein familiäres Kinoimperium legte.
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Autor:in
Kulturamt Stadt Kassel






