Die Geschichte von Blanka und Aranka steht im Mittelpunkt einer szenischen Lesung am Sonntag, 18. Oktober 2026, um 19 Uhr im Posthof Borken-Kerstenhausen. Dr. Dieter Vaupel (Gudensberg) und Alida Scheibli (Felsberg) stellen das Buch Auf einem fremden unbewohnbaren Planeten. Wie ein 15-jähriges Mädchen Auschwitz und Zwangsarbeit überlebte vor.
Das Buch erzählt auch, wie die Schwestern nach sieben Wochen in Auschwitz zur Zwangsarbeit nach Hessisch Lichtenau gebracht werden. In der dortigen Sprengstofffabrik müssen sie Bomben und Granaten befüllen. Sie überstehen auch den Todesmarsch und kehren nach Kriegsende nach Ungarn zurück. Erst dort erfahren sie, dass ihre Eltern nicht überlebt haben.
Vaupel erzählt die historischen Zusammenhänge, Scheibli gibt der jungen Blanka eine Stimme und begleitet die Lesung mit drei eigenen Kompositionen am Klavier. Ihre Stimmen und die Musik machen die Angst um die Familie, die Erleichterung über das Wiederfinden und den Halt zwischen den Schwestern spürbar.
Dieter Vaupel lernte Blanka Pudler 1986 in Budapest kennen. Viele Jahre lang besuchten sie gemeinsam Schulen, damit Blanka jungen Menschen selbst von ihrem Leben erzählen konnte. Gemeinsam begannen sie auch, ihre Erinnerungen aufzuschreiben. Nach Blankas Tod 2017 stellte Vaupel das Buch fertig und ergänzte die Erzählung durch historische Dokumente.
Hessisch Lichtenau ist einer der Orte, an denen Blanka und Aranka um ihr Überleben kämpfen mussten. Damit führt die Lesung von Blankas Heimat in Ungarn über Auschwitz mitten in die Geschichte Nordhessens. Im Zentrum bleibt die Beziehung der beiden Schwestern: Aranka gab Blanka Halt, und auch Blanka wollte für Aranka da sein. Beide überlebten – doch der Verlust ihrer Eltern begleitete sie weiter."
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Autor:in
Rotkäppchenland




