Wer durch Mansbach spaziert, spürt sofort: Hier hat Geschichte viele Spuren hinterlassen. Im Herzen des Ortes thront das Geyso-Schloss – ein stattlicher Rechteckbau mit hohen geschweiften Giebeln, einem markanten achteckigen Treppenturm und einem kleinen ummauerten Park. Das Schloss wurde zwischen 1577 und 1578 von Wilhelm von Mansbach erbaut und trug zunächst den stolzen Namen „Wilhelmsburg".
1652 gelangte die Anlage in den Besitz des hessischen Generalleutnants Johann von Geyso – und schrieb damit ein neues Kapitel ihrer Geschichte. Dessen Enkel Valentin von Geyso ließ das Schloss grundlegend umbauen, ergänzte es um ein Kavaliershaus und ein Kutscherhaus und verlieh ihm jene repräsentative, rechteckige Form, die noch heute das Ortsbild prägt. Weitere Umbauten im Jahr 1878 vollendeten das heutige Erscheinungsbild.
Eine besonders faszinierende Epoche begann 1918: Von da an betrieb Heinrich von Sydow auf dem Anwesen ein Vollblutgestüt für den renommierten Union-Klub – das weltweit Bekanntheit erlangte. Während des Zweiten Weltkrieges nutzte die Wehrmacht die Anlage als Remonte-Depot zur Ausbildung von Pferden für den militärischen Dienst, ehe das Gestüt nach Kriegsende verstaatlicht wurde. Seit 2014 befindet sich das Schloss in privatem Eigentum.
Wer die Geschichte Mansbacka hautnah erleben möchte, sollte auch die nahe gelegene Geyso-Kapelle auf dem Bergfriedhof am Dörrberg besuchen – ebenfalls ein Zeugnis der Adelsfamilie von Geyso. Die herrliche Rhöner Umgebung lädt zudem zu ausgedehnten Wanderungen und Radtouren ein: Gleich mehrere Hohenroda-Rundwege, der Hohenroda-Radweg sowie der Ulstertalradweg führen durch die unmittelbare Umgebung von Mansbach.
Zahlungsmöglichkeiten
- Eintritt frei
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