Ruine Walterskirche

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Versteckt im Seulingswald erzählt die Ruine der Walterskirche von einem längst verschwundenen Dorf. Das mittelalterliche Kulturdenkmal verbindet Geschichte und Natur zu einem besonderen Ausflugsziel.

Die Ruine der Walterskirche gehört zu den eindrucksvollsten archäologischen Denkmälern im Seulingswald und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Geschichts- und Naturinteressierte. Sie liegt an der sogenannten Walterswiese zwischen Friedewald und Heimboldshausen auf dem Gebiet der Stadt Heringen (Werra) und ist der letzte erhaltene Überrest des mittelalterlichen Dorfes Waldradeberg.

Das Dorf Waldradeberg wurde erstmals 1331 urkundlich erwähnt – allerdings bereits als Wüstung. Ob die Siedlung später noch einmal bewohnt war, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Spätestens im Jahr 1579 galt der Ort endgültig als verlassen. Von der einstigen Ansiedlung blieben lediglich die Kirche, Teile der Kirchhofmauer und der Dorfbrunnen erhalten, die noch heute von der bewegten Geschichte des Ortes zeugen.

Die Walterskirche stammt aus dem 14. Jahrhundert und beeindruckt trotz ihres ruinösen Zustands durch ihre gut erhaltenen Mauerreste. Die ehemalige Dorfkirche war etwa acht Meter breit und knapp zwölf Meter lang. Besonders die südliche Außenmauer sowie Teile der Westwand sind bis heute nahezu bis zur ursprünglichen Trauf- beziehungsweise Giebelhöhe erhalten. Dadurch lässt sich die Größe des Gotteshauses noch gut nachvollziehen. Gemeinsam mit den Resten der Kirchhofmauer entsteht ein anschauliches Bild einer mittelalterlichen Dorfgemeinschaft.

Eingebettet in die waldreiche Landschaft des Seulingswaldes lädt die Walterskirche zu einer Wanderung oder Radtour durch die Nördliche Kuppenrhön ein. Ähnlich wie die Gißlingskirche in Friedewald bietet die Walterskirche faszinierende Einblicke in die mittelalterliche Siedlungs- und Kirchengeschichte Osthessens.

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GrimmHeimat NordHessen
Ständeplatz 17
34117 Kassel