Orgelkonzert

Konzert für Spirituelle & Geistliche Musik

Auf dem Programm stehen herausragende Orgelwerke deutscher Komponisten aus verschiedenen Epochen:

Johann Sebastian Bach’s monumentales Präludium und Fuge e-Moll BWV 548 besticht durch seine architektonische Größe, chromatische Tiefe und die berühmte „Keilschrift“-Fuge.

Felix Mendelssohn Bartholdy’s Orgelsonate Nr. 6 d-Moll op. 65 verarbeitet den Choral „Vater unser im Himmelreich“ in einem Variationszyklus, einer strengen Fuge und einem friedvollen Finale, das barocke Kontrapunktik mit romantischer Klangfülle verbindet.

Max Reger’s Toccata und Fuge d-Moll/D-Dur op. 59 kombiniert dramatische Toccata-Kaskaden mit einer klar strukturierten Fuge und verschmilzt barocke Form mit spätromantischer Chromatik.

Abgerundet wird das Programm durch Orgelbearbeitungen des Liedes „Geh aus, mein Herz und suche Freud“ von Paul Gerhardt, anlässlich seines 350. Todestags.

Auf dem Programm stehen besondere Werke von Orgelkomponisten aus Deutschland aus verschiedenen Epochen:

Das monumentale Präludium und Fuge e-Moll (BWV 548) entstand in Bachs reifer Leipziger Zeit (zwischen 1727 und 1736) und gilt als eines seiner architektonisch gewaltigsten Orgelwerke. Besonders berühmt ist die Fuge aufgrund ihrer außergewöhnlichen „Keilschrift“-Struktur, bei der sich das chromatische Thema fächerartig weitet und in virtuose, fast konzertante Solopassagen mündet. Mit seiner chromatischen Tiefe und der enormen zeitlichen Dimension nimmt das Werk eine Sonderstellung ein und wird aufgrund seines ernsten Charakters häufig mit der Passionsmusik Bachs in Verbindung gebracht.

Mendelssohns Orgelsonate Nr. 6 in d-Moll (op. 65) aus dem Jahr 1845 basiert vollständig auf dem lutherischen Choral „Vater unser im Himmelreich“ und gilt als eines der bedeutendsten Werke der romantischen Orgelmusik. Das Werk ist unkonventionell strukturiert und beginnt mit einem ausgedehnten Variationszyklus über das Choralthema, gefolgt von einer strengen Fuge und einem friedvollen „Finale. Andante“ in D-Dur. Anstatt der klassischen Sonatenform nutzte Mendelssohn hier ein Bachsches Kompositionsprinzip, bei dem die Orgel als orchestraler Klangkörper fungiert und eine Brücke zwischen barocker Kontrapunktik und romantischer Ausdruckskraft schlägt.

Die Toccata und Fuge d-Moll/D-Dur aus den Zwölf Stücken op. 59 gehört zu Regers populärsten Orgelwerken, da sie seine komplexe Tonsprache in eine besonders zugängliche und dramatische Form gießt.

Während die Toccata mit wilden Kaskaden und wuchtigen Akkorden eine fast improvisatorische Energie entfaltet, besticht die anschließende Fuge durch ihre klare Struktur und die schrittweise Steigerung hin zu einem glanzvollen D-Dur-Abschluss.

Das Werkpaar ist ein Paradebeispiel für Regers Fähigkeit, barocke Formen wie die von Bach mit der extremen Chromatik und den gewaltigen Klangfarben der Spätromantik zu verschmelzen.

Im Jahr 2026 jährt sich der 350. Todestag von Paul Gerhardt (gestorben am 27. Mai 1676), was deutschlandweit mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen und Konzerten gewürdigt wird. Aus diesem Anlass sind Orgelbearbeitungen eines seiner bekanntesten Lieder, „Geh aus, mein Herz und suche Freud“ im Programm.

Terminübersicht

Gut zu wissen

Zahlungsmöglichkeiten

Eintritt frei

Autor:in

Witzenhausen

Organisation

Regionalmanagement Nordhessen GmbH

Lizenz (Stammdaten)

Witzenhausen
Lizenz: Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen

In der Nähe

Kontakt

Liebfrauenkirche Witzenhausen
Kirchplatz
37213 Witzenhausen