Peter Fischli stellt aus
Blinkende Lichtsignale, Spiegel und lose Kabel: Die kinetischen Skulpturen von Peter Fischli erinnern mit ihren vertikalen Trägern, horizontalen Armen und Leuchten an städtische Ampelanlagen oder Bühnenelemente. Aus einfachen Materialien gefertigt und von grauen Farbschichten überzogen, lassen sie urbane Oberflächen anklingen und entfalten im Ausstellungsraum einen schwer greifbaren Rhythmus aus Licht und Klang. Ihre wechselnden Signale folgen keiner festen Logik, vielmehr entwickeln die Skulpturen eigene Abfolgen in Weiß-, Orange- oder Gelbtönen.
Einige Objekte sind mit spiegelnden Scheiben oder Buntglas versehen, andere zeigen frei herabhängende Verkabelungen. Mitunter muten die Gebilde wie Galgen oder kahle Bäume an. Sie lassen sich als abstrakte Kompositionen, diagrammartige Figuren oder psychogrammähnliche Zeichen lesen. Die bisweilen irritierenden Konstruktionen verweisen auf Systeme von Ordnung, Wahrnehmung und Transzendenz, entziehen sich dabei jedoch einer eindeutigen Zuschreibung.
In seiner Praxis untersucht Fischli die Ästhetik des Alltäglichen und die Funktionsweisen von Bedeutungssystemen. Seine Skulpturen thematisieren, wie Zeichen, Symbole und Infrastrukturen der globalisierten Welt um Aufmerksamkeit konkurrieren, zirkulieren, unsere Bewegungen organisieren sowie unsere Wahrnehmung und unsere Emotionen beeinflussen.
Der Künstler wurde 1952 in Zürich geboren und ist bis heute dort ansässig. Bekannt wurde er durch seine über vier Jahrzehnte währende Zusammenarbeit mit dem verstorbenen David Weiss (1946–2012) als Teil des prägenden Künstlerduos Fischli/Weiss. Das Duo nahm 1987 und 1997 an der documenta teil, war mehrfach auf der Biennale von Venedig vertreten (1988, 1995, 2003, 2011 und 2013) und wurde mit dem Goldenen Löwen (2003) ausgezeichnet.
Gut zu wissen
Öffnungszeiten
Geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember. Am 26. Dezember sowie 1. Januar von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Preisinformationen
ermäßigt: 4 Euro
Studierende und Auszubildende: 2 Euro
freier Eintritt: mittwochs, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren, Schulklassen, Studierende mit Kulturticket
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